Über cbam.hub
cbam.hub ist eine Plattform, die den effizienten und reibungslosen Austausch von CBAM-Daten zwischen Lieferanten von CBAM-Waren und den Unternehmen erleichtert, die diese in die EU importieren. Die Plattform bietet einen sicheren, automatisierten und strukturierten Ansatz für die Übermittlung von CBAM-Daten.
cbam.hub unterstützt Produzenten von CBAM-Waren nicht bei der Berechnung eingebetteter Emissionen. Produzenten, die Hilfe bei der Erhebung und Berechnung von CBAM-Daten benötigen, sollten die CBAM-Webseite der Europäischen Kommission konsultieren, insbesondere das Guidance document on CBAM implementation for installation operators outside the EU, oder sich an einen CBAM-Experten wenden.
Wenn Sie nicht Produzent, sondern Zwischenhändler sind, der CBAM-Waren an EU-Unternehmen liefert, wenden Sie sich bitte direkt an die Produzenten, um die erforderlichen Daten einzuholen.
Funktionsweise
So funktioniert es im Grundsatz: Ihre Kunden haben Waren gekauft, die der CBAM-Verordnung unterliegen, und diese in die EU eingeführt. Sie sind nach EU-Recht verpflichtet, regelmäßig Informationen über die mit der Herstellung dieser CBAM-Waren verbundenen Emissionen in Form von CBAM-Berichten und -Erklärungen vorzulegen. Innerhalb dieser Berichte müssen Importeure die eingebetteten Emissionen auf Basis tatsächlicher, von den Produzenten bereitgestellter Daten und gemäß den CBAM-Regeln kommunizieren.
Importeure nutzen cbam.hub, um CBAM-Daten von ihren Lieferanten einzuholen. Sie laden Daten zu den in die EU eingeführten Waren zusammen mit den Kontaktdaten der Lieferanten hoch. cbam.hub identifiziert daraufhin die Informationen, die von den Lieferanten benötigt werden, um vollständige CBAM-Berichte zu erstellen. Anschließend kontaktiert die Plattform die Produzenten und fordert die erforderlichen Daten an.
Vor Ablauf der Einreichungsfrist für CBAM-Berichte sammelt cbam.hub alle von den Produzenten bereitgestellten Informationen und fasst diese zu vollständigen Berichten zusammen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausfüllen von Datenanfragen
Schritt 0: Lieferant auswählen
Wenn Ihre E-Mail-Adresse von mehreren Importeuren als Kontakt für verschiedene CBAM-Warenproduzenten verwendet wird, müssen Sie Anfragen mehrerer Importfirmen verwalten. Wählen Sie dazu oben rechts den relevanten Lieferanten aus, um CBAM-Daten bereitzustellen. Aufgrund unterschiedlicher Pflege der Daten durch die Importeure können dabei doppelte oder abweichend geschriebene Lieferantennamen erscheinen.

Ist Ihre E-Mail-Adresse nur mit einem Produzenten verknüpft, wird dessen Name oben rechts angezeigt. Nach Auswahl eines Lieferanten erscheint der Begrüßungsbildschirm mit einer Übersicht zur Nutzung von cbam.hub sowie zum Zugriff auf technischen Support.

Schritt 1: Aktive Datenanfragen ansehen
Wählen Sie eine aktive Datenanfrage aus der Liste im linken Bereich und prüfen Sie die angezeigten Informationen zur jeweiligen Anfrage. Diese Daten werden vom importierenden Unternehmen bereitgestellt und helfen Ihnen, die Anfragen Ihren Artikeln zuzuordnen. Die Anfragenamen (z. B. 14585-4-3,5X32) sind vom Importeur vergebene Kennungen, die Ihnen bekannt sein sollten.

In der Artikelübersicht finden Sie zusätzliche Angaben, die Ihnen bei der Identifizierung des Artikels helfen. Stellen Sie sicher, dass Sie genau verstehen, für welche Artikel Ihr Kunde Daten anfordert, und wenden Sie sich bei Unklarheiten direkt an ihn.
cbam.hub ermöglicht es Ihnen, mehrere aktive Datenanfragen zu einer einzigen zusammenzuführen. Dies wird empfohlen, um den Zeitaufwand für die Bearbeitung aller Anfragen zu verringern. Die Zusammenführung erfolgt gemäß den CBAM-Regeln auf Basis der dort definierten Produktionsmethoden.
Um diese Funktion zu nutzen, aktivieren Sie das Kästchen „Add more goods with identical production methods“ und fügen Sie Ihrer aktiven Datenanfrage einen oder mehrere Artikel hinzu. Auf diese Weise können Sie CBAM-Daten gleichzeitig mehreren Anfragen zuordnen.
Verwenden Sie diese Option nicht, wenn Sie unterschiedliche CBAM-Datensätze (z. B. verschiedene Emissionswerte) für Waren mit derselben KN-Nummer einreichen möchten.

Schritt 2: CBAM-Datensätze zuordnen
Um eine aktive Datenanfrage abzuschließen, ordnen Sie der ausgewählten Anfrage oder einer in Schritt 1 erstellten Gruppe einen CBAM-Datensatz zu. Ein CBAM-Datensatz enthält Informationen über den Produzenten, die Produktionsanlage, eingebettete Emissionen, Produktionsmethoden und den Stromverbrauch. Er ist jeweils für einen Berichtszeitraum gültig, in der Regel das Kalenderjahr vor der Einfuhr der Waren in die EU.
Um einen CBAM-Datensatz zuzuordnen, erstellen Sie zunächst mindestens einen Datensatz, indem Sie auf „Create“ klicken und Schritt 2.1 folgen. Haben Sie den entsprechenden Datensatz bereits erstellt, wählen Sie ihn im Drop-down-Menü aus und klicken auf „Assign“, um die Anfrage abzuschließen.

Ist die aktive Datenanfrage mit mehreren CBAM-Datensätzen verknüpft, aktivieren Sie das Kästchen „The selected articles are assigned to multiple CBAM data sets“. Geben Sie den Gewichtsanteil der abgefragten Nettomasse für den ausgewählten Datensatz an. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit weiteren CBAM-Datensätzen, bis die gesamte Nettomasse zugewiesen ist. Klicken Sie abschließend auf „Assign“, sobald die gesamte Masse verteilt wurde.
Schritt 2.1: Produzenten auswählen
Zur Erstellung eines CBAM-Datensatzes geben Sie zunächst Informationen zum Produzenten der ausgewählten CBAM-Ware im Formular ein. Falls Sie ein Zwischenhändler sind, wenden Sie sich an den eigentlichen Produzenten, um die erforderlichen Daten zu erhalten. Aktivieren Sie das Kästchen „We are not the producer“ und klicken Sie auf „Add Producer“, um dessen Angaben einzutragen. Wurde ein Produzent bereits in cbam.hub hinterlegt, können Sie ihn aus dem Drop-down-Menü auswählen.

Schritt 2.2: Produktationsanlage auswählen
Geben Sie anschließend Informationen zur Produktionsanlage an. Tragen Sie den Namen und das Land der Anlage ein, in der die CBAM-Ware hergestellt wurde. Klicken Sie auf „Create“ und füllen Sie die Pflichtfelder aus. Bereits im cbam.hub angelegte Anlagen können Sie ebenfalls aus dem Drop-down-Menü auswählen. Beachten Sie: Produktionsanlagen sind Produzenten zugeordnet – die Liste zeigt nur Anlagen, die dem in Schritt 2.1 ausgewählten Produzenten zugeordnet sind.

Schritt 2.3: Abschluss & Änderungen
Nach Bearbeitung aller aktiven Datenanfragen erscheint eine Benachrichtigung. Unter dem Tab „Completed data queries“ können Sie alle abgeschlossenen Anfragen sowie die zugeordneten CBAM-Datensätze einsehen. Über den Pfeil links lassen sich detaillierte Artikelinformationen anzeigen. Um CBAM-Datensätze wieder von Anfragen zu lösen, klicken Sie auf „delete“. Die Anfrage wird dadurch wieder aktiv und kann mit einem neuen Datensatz bearbeitet werden.

Im Abschnitt Direkte Emissionen wählen Sie die Berichtsmethodik. Ab 2025 sind ausschließlich die offiziellen CBAM-Berechnungsvorschriften der EU-Kommission zulässig. Wählen Sie „Commission Rules“. Geben Sie die spezifischen direkten Emissionen in Tonnen CO₂-Äquivalent pro Tonne CBAM-Ware an.
Für Indirekte Emissionen geben Sie die Stromquelle an (Drop-down). Tragen Sie den spezifischen Stromverbrauch (in MWh pro Tonne Ware) ein. Zusätzlich müssen Sie den Emissionsfaktor für den verwendeten Strom angeben. Wählen Sie die Quelle des Faktors aus dem Drop-down. Beziehen Sie Strom aus dem Netz, muss der Emissionsfaktor aus einer öffentlich zugänglichen Datenbank wie der International Energy Agency (IEA) stammen. Bei Auswahl von „IEA“ tragen Sie den Wert unten ein. Bei „Other“ geben Sie Wert, Quellenname und Zusatzinformationen (z. B. Link) an.
Nach Eingabe aller Pflichtfelder klicken Sie auf „Create“ und kehren zu Schritt 2 zurück.

Schritt 3: Abschluss & Änderungen
Nach Bearbeitung aller aktiven Datenanfragen erscheint eine Benachrichtigung. Unter dem Tab „Completed data queries“ können Sie alle abgeschlossenen Anfragen sowie die zugeordneten CBAM-Datensätze einsehen. Über den Pfeil links lassen sich detaillierte Artikelinformationen anzeigen. Um CBAM-Datensätze wieder von Anfragen zu lösen, klicken Sie auf „delete“. Die Anfrage wird dadurch wieder aktiv und kann mit einem neuen Datensatz bearbeitet werden.

Erstellte CBAM-Datensätze können Sie unter dem Tab „existing CBAM data sets“ über die Funktion „edit“ anpassen. Beachten Sie, dass Änderungen sofort alle abgeschlossenen Datenanfragen betreffen, denen der Datensatz zugeordnet ist.



